Paul Brady

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Paul Brady, Singer, Songwriter und Multi-Instrumentalist, ist einer von Irlands beständigsten und bekanntesten Singer/Songwritern. Geboren in Belfast am 19. Mai 1947 und aufgewachsen in Strabane in Nordirland, an der Grenze zur Irischen Republik, war er schon in frühen Jahren an ein weiten Variation von Musik interessiert. Als ein 50er Kind waren seine ersten Töne die des Swing und Jazz aus der Generation seiner Eltern. Dann der 50’s Rock `n Roll, 60’s Pop & Motown, Blues, R`n B, Country und Western. Durch all das zog sich aber immer sein großes Interesse an traditioneller irischer Musik und irischen Songs!
Früh lernte er das Piano durch Hören zu spielen und aus seinen Fehlern zu lernen. Seine frühen Helden waren Jerry Lee Lewis, Winifred Atwell und Fats Domino. Mit elf Jahren Begann er dann Gitarre zu spielen und widme seine Schulferien damit, jeden einzelnen Ton zu lernen, den „The Shadows“ und „The Ventures“ bis dahin aufgenommen haben und jedes Lick, das Chuck Barry spielte. Als Jugendlicher nahm er im Sommer Jobs an bei welchen er im Bundoran, einem Strandhotel in der Nähe vom County Donegal, Piano und Gitarre spielen konnte. Es war um 1965 in Dublin, während seiner College-Zeit, als er begann, sich als Sänger und Performer weiter zu entwickeln und so nachfolgend einigen R’nB- und Soul-Bands, wie „The Inmates“, „The Kult“, „Rootzgroop“ und „Rockhouse“ beitrat, mit welchen er Songs von Ray Charles, James Brown, Junior Walker, Ike und Tina Turner coverte. Aber auch Songs von Blues Legenden wie Muddy Waters, Howlin´Wolf und Chuck Berry.
Die 60er in Dublin sähten das Interesse an traditioneller irischer Musik und gebaren so die erste Welle der Irish Ballad Groups wie „The Clancy Brothers“, „The Dubliners“, „Sweeney’s Men“ und „The Johnstons“. Zeitnah wurde Paul von dieser Strömung mitgerissen und trat „The Johnstons“ bei, mit welchen er sieben Alben aufnahm. Nachdem er im Januar 1969 mit den Johnstons nach London ging und 1972 sogar nach New York City, kehrte er 1974 nach Dublin zurück um der Band „Planxty“ beizutreten, welche in den 70ern die führende Irish Folk Band war. Diese Band war unter anderem auch das Sprungbrett für viele Solokarrieren, wie die von Andy Irvine, Liam O`Flynn, Donal Lunny und Christy Moore. Von 1976 bis 1978 spielte er als Duo mit Andy Irvine. In dieser Beziehung entstand das Album „Andy Irvine and Paul Brady“, welches bis heute eines der erfolgreichsten und besten Irish Folk Alben überhaupt ist. In der langen Zeit hat Paul mir sehr vielen anderen Künstlern gearbeitet.
Die nächsten Jahre nutze er um einer der populärsten und angesehensten Inpreten von irisch-tradiotionellen Songs zu werden. Seine Versionen von großartigen Balladen wie „Arthur McBride“ und „The Lakes Of Pontchartrain“ waren damals und sind auch heute noch sehr bei seinem Publikum gefragt. Zum Ende der 70er fand er sich selbst zurück an einem Kreuzweg in seinem Leben, an welchem er schon zu oft stand. Nach einem gefeiertem Solo Folk-Album „Welcome Here Kind Stranger“ (1978), welches den Preis „Melody Maker Folk Album Of The Year“ gewann, entschied er sich weiter zu ziehen.

Überraschend für die meisten damaligen Zuhörer war das 1981 veröffentlichte „Hard Station“. Selbst-geschrieben, reflektierte das Album, den damaligen Wandel den er sich unterzog und musikalisch war es eine Aufarbeitung seiner frühsten Einflüsse. Diese Musik gab ihm zu dieser Zeit einen großen Halt. Die traditionelleren Stimmen, die ihn dazu bewegten, der zu bleiben, der er gerade war, wurden schnell durch die ersetzt, die ihn zu das gemacht haben, was er heute ist: ein Klassiker der irischen Rock-Musik.

Die Alben die folgten waren „True For You“ (1983), „Back To The Centre“ (1985), „Primitive Dance“ (1987), „Trick Or Treat“ (1991) und „Spirits Colliding“ (1995) und etablierten ihn als den hervorragendsten irischen Singer/Songwriter seiner Generation. Allmählich begannen andere Künstler weltweit seine Songs zu produzieren. Durch intensiven Touren als Solokünstler und seiner Band, erlangte er seinen Ruf als passionierter und aufregender Künstler und zog so eine engagierte Zuhörerschaft in seinen Bann.

Nach langer Zeit, in welcher er Songs nur selbst schrieb, begann er in den späten 90ern damit, mit anderen Songwritern zusammen zu arbeiten und schreib so innerhalb von 2 Jahren fast 50 Songs, die auch bei vielen anderen Künstlern gecovert wurden.

1998 begann er eine Zusammenarbeit mit Rykodisc, was dazu führte, dass sechs seiner Alben remastert und wiederveröffentlicht wurden. Dazu gehörten „Hard Station“, „True For You“, „Back To The Centre“, „Primitve Dance“, „Trick Or Treat“ und „Spirits Colliding“. Diesen folgte im Sommer 1999 eine Best Of Collection, genannt „Nobody Knows, The Best Of Paul Brady (1970’s – 1990’s), welches für 30 Wochen in den irischen Album-Charts blieb und auch heute noch verkauft wird. Im Mai 2000 veröffentlichte Paul sein erstes Album seit dem 1995er „Spirits Colliding“. „Oh What A World“ enthielt viele der Songs welche er in den letzten drei Jahren zum Teil selbst schrieb, zum Teil aber auch in Kooperation mit Carole King, Will Jennings, Ronan Keationg, Conner Reeves und Mark Hudson schrieb. Kritiker lobten es als sein bestes Album überhaupt.

2001 gründete Paul sein eigenes Label, PeeBee Music. Die erste Veröffentlichung war die CD „The Missing Liberty Tapes“, welches eine Live-Aufnahme eines Paul Brady Konzerts in Dublin von 1978 enthielt. Die Aufnahmen galten seit 23 Jahren als verloren gegangen. Diese Veröffentlichung, gefeiert als ein Klassiker, der irischen traditionellen Musik enthielt Features mit Andy Irvine, Donal Lunny, Liam O’Flynn, Matt Molloy, Paddy Glackin und Noel Hill.

Ebenfalls in 2001 gelang Paul ein rekordverdächtiger Konzert-Run in Dublin Nummer-1-Location, der Vicar Street. 23 ausverkaufte Shows innerhalb des Oktobers, zeigten eine Zeitreise durch den Werdegang von Paul Brady, mit vielen Gästen, mit welchen er in den vergangen 30 Jahren zusammengearbeitet hat.

Im August 2002 filmte RTE Televison, Irlands nationale TV Station, eine sechsteilige Serie mit der Musik von Paul „The Paul Brady Songbook“. Ausgestahlt wurde die Serie im von Oktober bis Dezember des Folgejahres. Gleichzeitig erschien auf dem Label PeeBee Music eine CD mit einer Selektion aus Aufnahmen und einer DVD der gesammten Serie, die ebenfalls „The Paul Brady Songbook“ genannt wurde. Eine spätere Version dieser CD enthielt eine neue Studioaufnahme des neuen Songs „Hawana Way“ und wurde in UK und USA/Kanada im April/Mai 2003 veröffentlich. Pauls CDs, Videos, DVD und Songbooks sind erhältlich und können per Mail bestellt werden oder auch auf seine Website heruntergeladen werden.

Im Jahr 2004 nahm Paul in Nashville auf, das Ergebnis war das 2005 erschienene Album „Say What You Feel“, ein organisches und frisches Klangergebnis. Zum größten Teil live geschnitten und in einem oder zwei Takes pro Song aufgenommen, verbesserte dieses Album seinen als Songwriter und darstellender Künstler der höchsten Klasse immer weiter. 2010 veröffentlichte er sein 14. Solo-Album „Hooba Dooba“. Auch dieses wurde bejubelt und Hot Press Redakteur Niall Stokes schrieb: „Das ist Paul Bradys sicherstes und tiefstes Album sei dem erfolgreichen „Hard Station“. Aber gebt ihm Zeit: Können wir doch zu dem Schluss kommen, dass dieses Album einfach „VERFINSTERT?“ „ Als das Jahr zum Ende kam, war der Höhepunkt ein Konzert in Belfasts Waterfront Theater zusammen mit dem Ulster Orchester, als Teil des 2010er Belfast Festivals.

2012 erschien die Doppel-Cd „Dancer In The Fire, A Paul Brady Anthology“ welches viele Remixes, geheime Juweln und unveröffentlichte Aufnahmen enthielt. 2015 erschien dann endlich das lang erwartete „The Vicar Street Sessions Vol1“ welches verschiedene Aufnahmen vom Oktober 2001 enthielt und viele Zusammenarbeiten mit Gästen wie Van Morrison, Mark Knopfler, Bonnie Raitt, Sinéad O’Connor, Ronan Keating, Gavin Friday, Curtis Stigers, Mary Black, Maura O’Connell, Eleanor McEvoy und Moya Brennan.